Verband für

Internationale Politik und Völkerrecht e. V. Berlin

E-Mail: VorstandVIP@aol.com ~ Homepage: http://www.vip-ev.de

~ Publikationen, Vorträge und Veranstaltungen zu den Themen: Internationale Politik ~ Völkerrecht ~ Geschichte der internationalen Beziehungen ~ Länder und Regionen ~ Geschichte der Außenpolitik der DDR ~

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Wir über uns

  Der im Februar 1990 gegründete Verband für Internationale Politik und Völkerrecht e. V. ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein, der sich mit politischen, wirtschaftlichen und völkerrechtlichen Aspekten der internationalen Entwicklung, aktuellen Fragen der deutschen und europäischen Außenpolitik und der Geschichte der Außenpolitik der DDR befasst.

  Zu seinen Mitgliedern zählen vor allem außenpolitische Praktiker, Völkerrechtler und Wissenschaftler anderer mit den internationalen Beziehungen verbundener Fachrichtungen sowie Journalisten und Studenten. Der Verband steht allen außenpolitisch Interessierten offen. Seine Veranstaltungen sind öffentlich.

  Mit einer vielseitigen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit engagiert sich der Verband für die Verständigung zwischen den Völkern und für die Entwicklung freundschaftlicher zwischenstaatlicher Beziehungen. Er setzt sich für die Schaffung einer friedlichen Welt und die universelle Verwirklichung der Menschenrechte ein.

  Der Verband unterhält Kontakte zu nationalen und internationalen Gremien, Institutionen, Verbänden, Stiftungen und Forschungseinrichtungen in Europa und anderen Regionen, die wesensgleiche Ziele verfolgen. Auf dem Gebiet der europäischen Sicherheit und Zusammenarbeit, insbesondere im Rahmen der OSZE, arbeitet der Verband mit anderen nichtstaatlichen Organisationen zusammen.

  Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens können seine Veranstaltungen nutzen, um ihre außenpolitischen Konzepte zur Diskussion zu stellen.

  Unter Mitwirkung von erfahrenen Praktikern und Wissenschaftlern nimmt der Verband an der Erörterung globaler, regionaler und länderspezifischer Fragen teil. Mit Forschungsprojekten, wissenschaftlichen Veranstaltungen, Podiumsdiskussionen und Publikationen beteiligt er sich an der nationalen und internationalen Diskussion zu Fragen der Friedenssicherung und Konfliktverhütung, der Verwirklichung der Menschenrechte und zu neuen Anforderungen an das Völkerrecht. Große Aufmerksamkeit widmet er der Analyse der politisch-sozialen Transformationsprozesse in Ost-, Südost- und Mitteleuropa.

  Ein besonderer Schwerpunkt der Tätigkeit des Verbandes ist die sachliche und kritische Bewertung der Außenpolitik der beiden deutschen Staaten von 1949 bis 1990.

  Ausgehend von den großen politischen und gesellschaftlichen Veränderungen in Europa und der Welt nimmt der Verband an der Debatte über die neuen Anforderungen an internationale Politik und die Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland teil.


Auszüge aus dem Rechenschaftsbericht des Vorstands des Verbandes für Internationale Politik und Völkerrecht e.V. für die Wahlperiode 2015 -2017 an die Mitgliederversammlung am 5. November 2017

(Der Bericht wurde von der Mitgliederversammlung bestätigt und dem Vorstand Entlastung erteilt)

Der Verband hat in der abgelaufenen Wahlperiode seine Tätigkeit erfolgreich fortgesetzt. Für die Verbandsmitglieder und darüber hinaus für viele ehemalige Kollegen erwies er sich wiederum als Ansprechpartner und Stätte des Meinungs- und Gedankenaustausches zu aktuellen außenpolitischen Entwicklungen sowie der gemeinsamen – auch kritischen – Aufarbeitung der internationalen Politik. Schwerpunkte der Vereinsarbeit waren: 

Die regelmäßigen Veranstaltungen zu außenpolitischen Themen und zur internationalen Politik;

die Fortführung der Publikationstätigkeit im Rahmen der Schriften zur internationalen Politik "Blaue Reihe" und auf der Internetseite unseres Verbandes;

die Präsenz des Verbandes in der Berliner Öffentlichkeit durch die Pflege von Kontakten zu anderen Vereinen, wissenschaftlichen und politischen Institutionen sowie der Teilnahme an deren vielfältigen Veranstaltungen zur Außenpolitik.

Wir haben 19 Diskussionsveranstaltungen mit jeweils durchschnittlich 60 Teilnehmern durchgeführt. Sie erfreuten sich eines regen Interesses bei unseren Mitgliedern und bei Gästen. Es gab ein bestimmtes Stammpublikum, während ein wachsender Kreis themenspezifisch eher sporadisch teilnimmt. Unter den hochrangigen Diplomaten, die zur aktuellen Außenpolitik ihrer Länder referierten, waren die Botschafter Aserbaidschans, Kasachstans, Namibias und Kirgisistans sowie der Gesandte der Botschaft der VR China.

Wir danken auch traditionellen Referenten aus dem Kreis der Wissenschaftler und ausgewiesenen Fachleuten der internationalen Politik wie Prof. Dr. Claus Montag, Frau Prof. Dr. Karin Kulow, Prof. Dr. Udo Steinbach, Dr. Erhard Crome, Alexander Rahr, Karsten D. Voigt, Frau Dr. Anneli Ute Gabanyi, Prof. Dr. Horst Schützler, Joachim Wahl und Thomas Ruttig für ihre Vorträge. Zu wichtigen Themen referierten Mitglieder unseres Verbandes wie die Kollegen Manfred Haustein, Otto Pfeiffer, Prof. Dr. Wilfried Schreiber, Manfred Schünemann, Dr. Arne Seifert und Jürgen van Zwoll.

Durch die Fortführung der Arbeit mit der Internetpräsenz des Verbandes wurden wertvolle Informationen über unsere Aktivitäten vermittelt und zugleich der weltweite Zugriff auf die Publikationen der Mitglieder des Verbandes ermöglicht. Gegenwärtig können über die Homepage www.vip-ev.de 748 Publikationen bzw. Vorträge gelesen werden. 

Das Interesse an unserer Homepage ist mit ca. 30 000 monatlichen Zugriffen unverändert groß. Die Interessenten kommen insbesondere aus dem Bereich der Politikwissenschaften; es sind vor allem auch Studenten. Besonders gefragt sind Publikationen zu den Themen Geschichte der Außenpolitik der DDR, internationale Sicherheit/Abrüstung, Osteuropa und die Lebenserinnerungen von Mitgliedern des Verbandes. Hervorzuheben ist auch das große internationale Interesse. Die Nutzer der Homepage kommen vor allem aus Ländern wie den  USA, der Ukraine, der VR China und Frankreich. Es sind aber auch Länder dabei wie Südafrika, Kanada, Vietnam, Israel und Mexiko.

Im Mittelpunkt der Arbeit mit den Schriften zur internationalen Politik „Blaue Reihe“ stand nach der bislang letzten Veröffentlichung vom Dezember 2015 (Hermann Falk: „Durch Kulturaustausch zu Völkerverständigung") der Vertrieb der Hefte auf unseren Diskussionsveranstaltungen und Mitgliederversammlungen. Es ist eine stete Nachfrage unserer Mitglieder zu verzeichnen. Darüber hinaus wurden im Jahre 2017 bisher 43 Hefte aufgrund von Bestellungen über die Homepage des Verbandes versandt, vorrangig an Einzelpersonen, aber auch an öffentliche Einrichtungen. 

Ein wichtiges Medium für Publikationen von Mitgliedern unseres Verbandes zu grundsätzlichen und aktuellen internationalen Fragen ist neben dem "Neuen Deutschland" das Journal "WeltTrends", die einzige Spezialzeitschrift zu außenpolitischen Fragen in Ostdeutschland. Es hat sich zu einem auch international renommierten Blatt entwickelt. Von Seiten unseres Verbandes hält Dr. Hubert Thielicke den Kontakt zur Redaktion, ist selbst Redaktionsmitglied und Pressesprecher. Er steht allen interessierten Verbandsmitgliedern als Ansprechpartner zur Verfügung. Viele Mitglieder sind inzwischen engagierte Autoren, so Dieter Philipp, Dr. Klaus von der Ropp, Prof. Gregor Schirmer, Dr. Hans-Georg Schleicher, Dr. Arne Seifert und Jürgen van Zwoll, um nur einige zu nennen. Die Zeitschrift rechnet auch künftig mit unserer Mitarbeit. 

Die enge Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung wurde fortgesetzt. Dabei geht es nicht nur um die gemeinsamen außenpolitischen Konferenzen, sondern auch um die Beteiligung von Verbandsmitgliedern an weiteren Veranstaltungen der Stiftung im In- und Ausland. 

Unser Verband hat gegenwärtig 179 Mitglieder. Davon sind 100 über 80 Jahre alt. Insgesamt sind über zwei Drittel in einem Alter von über 75 Jahren. Es ist verständlich, dass bei einer derartigen Altersstruktur und wegen gesundheitlicher die Möglichkeiten einer aktiven Mitarbeit im Verband immer geringer werden. Hinzu kommt, dass es auch immer schwieriger wird, die Funktionen im Vorstand zu besetzen. …  

…Entsprechend der Festlegung der Mitgliederversammlung vom 6. November 2016 befasste sich der Vorstand intensiv mit der weiteren Perspektive der Verbandsarbeit. Alle Vorstandsmitglieder waren sich bewusst, dass unser Verband in den über 25 Jahren seit seiner Gründung stets mehr darstellte als ein Verein ehemaliger Kollegen. Vielmehr war er für viele Mitarbeiter des auswärtigen Dienstes der DDR nach der Zeitenwende 1989/1990 und dem  daraus resultierenden abrupten Ende persönlicher Lebensplanungen ein Wegbegleiter durch die komplizierten gesellschaftlichen Veränderungen, die mit beruflicher Ausgrenzung verbunden waren und oftmals auch zu persönlicher Diskriminierung führten; und er war zugleich ein Forum, um ihre Erfahrungen und Kompetenz unter veränderten Bedingungen öffentlich zur Geltung zu bringen. Es ist ein großes Verdienst der Gründungsmitglieder und der vielen Vorstandsmitglieder der ersten Jahre - besonders zu würdigen ist dabei die Arbeit von Prof. Dr. Siegfried Bock -, dass der Verband diese selbst gestellten Aufgaben erfüllt hat.

Dafür gebührt allen oftmals über Jahrzehnte aktiven Verbandsmitgliedern Dank und Anerkennung.

Andererseits war eine realistische Einschätzung der Kräfte und Möglichkeiten vonnöten, in deren Konsequenz der Vorstand die nicht leichte Entscheidung traf, der Mitgliederversammlung die Auflösung des Verbandes vorzuschlagen und sie unter Einhaltung aller organisatorischen und rechtlichen Aspekte entsprechend dem Statut und den gesetzlichen Regelungen in Angriff zu nehmen.

Der Vorstand appelliert an alle Mitglieder, den Verband in der Auflösungsphase weiter inhaltlich und finanziell zu unterstützen sowie die Zeit bis zur  endgültigen Einstellung der Verbandsarbeit zu nutzen, um persönliche Initiativen zur Aufrechterhaltung der Kontakte zu entwickeln.


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